Dienstag, 8. März 2011

Brasilien / Argentinien / Foz do Iguaçu

Hallo zusammen

Die Tage in Bonito haben wir sehr genossen. Die meiste Zeit verbrachten wir mit lesen und einfach nichts tun. Des Weiteren haben wir viel Zeit aufbringen muessen um unsere Weiterreise zu planen. Zuerst haben wir die Weiterreise nach Foz do Iguaçu geplant. Dort stellte sich das Problem, dass wir ziemlich Muehe hatten ein geignetes Hostal zu finden. Nach einigen Anrufen "natuerlich auf Spanisch" konnten wir eine Reservation platzieren und mussten diese per Mail bestaetigen. Das taten wir auch, bei der Ankunft wussten sie jedoch von nichts... Sie waren jedoch sehr hilfsbereit und haben uns ein anderes Zimmer in einem noch nicht ganz fertig erstellten Hostal aufgetrieben. Die Zimmer waren sehr schoen die Anlage jedoch sehr "Bescheiden".

Unsere Hinfahrt nach Foz do Iguaçu ist noch zu erwaehnen, die lief wie folgt ab:
1. Es erwartete uns eine Busfahrt von rund 18 Stunden, wenn alles gut gehen wuerede...
2. Auf der ersten Etappe nach Dourades ging es einem Kind nicht so gut, welches direkt vor uns sass. Den Rest koennt ihr euch denken...
3. Auf der gleichen Fahrt hat der Busfahrer ein "Bump" uebersehen. Es schleuderte uns rund 50cm in die Hoehe. Die Einheimischen fluchten lautstark und beschimpften den Busfahrer. Der liess dies nachtuerlich nicht auf sich sitzen und keifte zurueck...
4. Nach diesem kleinen Malheure ist der Bus nicht ganz unbeschadet davon gekommen. Alle mussten an einer Zwischenstation aussteigen und geduldig auf den Mechaniker warten. Die Busfahrer versuchten aber in der Zwischenzeit den Bus aus eigener Kraft wieder in Schuss zu bringen. Als wir aber sahen, dass sie probierten den Keilriemen von Hand aufzuziehen, wussten wir dass es ein bisschen laenger dauern wuerde. Uns lief aber die Zeit davon, da um 23.30 unser Anschluss nach Foz weiterfuhr. Eigentlich haetten wir einen Aufenthalt von drei Studen gehabt, jetzt schmolz aber unser Polster dahin und alles wurde ein bisschen knapp.
5. Nach rund 2 Stunden Aufenthalt durften wir mit einer anderen Busgesellschaft weiterfahren, da wir ihnen klar gemacht haben, dass wir unseren Anschlussbus unbedingt erwischen mussten.
6. Super, wir sind um 23.00 in Dourades angekommen und hatten jetzt sogar 30 Minuten Zeit, um uns zu verpflegen und uns frisch zu machen. Aus den 30 Minuten wurden fast 2 Stunden, da der Anschluss Bus auch Verspaetung hatte....
7. Der neue Bus, welcher uns Richtung Foz bringen sollte, war bei der Ankunft in Dourades schon ziemlich gut besetzt. Unsere Plaetze waren bereits belegt und die zwei Herren verweigerten diese frei zu geben. Nach einem kleinen Hin und Her konnten wir es uns gemuetlich machen "auf unseren Plaetzen"
8. Mit drei Stunden Verspaetung sind wir in Foz angekommen. Wenn man bedenkt was alles passiert ist, ist dies gar keine so schlechte Leistung...

Nach unserer Ankunft in Foz im noch renovierungsbeduerftigen Hostal haben wir am Nachmittag die Wasserfaelle auf der brasilianischen Seite besucht. Die Wasserfaelle koennen von Brasilien und Argentinien aus besucht werden. Der Besuch der brasilianischen Seite gibt einem einen guten Ueberblick und man wird sich der Groesse dieser Faelle bewusst. Die Iguaçu-Wasserfaelle bestehen aus ueber 270 einzelnen Wasserfaellen die bis zu 82 Meter hoch sind und wurden 1984 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der beeindruckendste Teil ist der "Gargante del Diabolo" wo die Wassermassen u-foermig in die Tiefe stuerzen. Einfach unglaublich beeindruckend. Man kann als Besucher so nah dran, dass man sogar nass wird, was bei dieser Hitze ziemlich erfrischend ist.
Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg um auch noch die argentinische Seite zu besuchen. Der Transfer nach Argentinien kann man mit den von den Hostals angebotenen Touren im Minibus bewaeltigen oder aber mit dem oeffentlichen Bus. Wir entschieden uns den oeffentlichen Bus zu nehmen und so unser Budget ein bisschen zu schonen. Am Grenzuebergang muss man zuerst den brasilianischen und wenig spaeter den argentinischen Stempel holen. Unser Buschauffeur hat beides Mal gewartet was nicht selbstverstaendlich war, wie wir spaeter erfahren wuerden....
Nach ca. 1.5 Stunden Fahrt kamen wir also im argentinischen Teil des Nationalparks an, welcher ein bisschen mehr Moeglichkeiten bietet. Verschiedene Pfade und Panormawege fuehren zu den unterschiedlichen Faellen. Zuerst gingen wir direkt zum "Gargante del Diabolo" und diese Aussicht war einfach atemberaubend und wir verweilten eine Zeit lang dort. Auf der Rueckreise nach Brasilien wollte uns der Buschauffeur ueber den Tisch ziehen und verlangte den Pesos-Fahrpreis in Reais, welcher doppelt so hoch war. Chris beschwerte sich, doch der Chauffeur tat nichts dergleichen. So hartnaeckig wie Chris sein kann, liess er nicht locker und nach einigem Hin und Her bekam er mit Muehe und Not das Geld zurueck. Der Chauffeur war dann aber nicht mehr sehr freundlich zu uns und liess uns an der Grenze aussteigen um die Formalitaeten zu erledigen, hat aber nicht auf uns gewartet und fuhr weiter!! Naja, was kuemmerts uns wir haben ja genug Zeit ;-)
Am Abend haben wir mit Anneliese und Fabio abgemacht, welche auch gerade am Reisen sind. Zufaelligerweise waren wir zur selben Zeit in Foz und so tauschten wir unsere Erlebnisse bei einem gemuetlichen Abendessen mit sehr viel Fleisch aus.

Die naechste Station heisst Buenos Aires, Argentinien!!! Endlich koennen wir von unseren Spanisch-Kenntnissen gebrauch machen.

Hasta luego!!

Stephanie & Chris





Gargante del Diabolo

Chris, Fabio, Anneliese und Stephanie

Brasilianische Muellabfuhr

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