Samstag, 19. März 2011

Argentinien / Ushuaia

Liebe Familie & Freunde

Eigentlich waere die Ankunft in Ushuaia um 12.30 Uhr vorgesehen gewesen, tatsaechliche Ankunft war dann aber erst um 16.00 Uhr, da sich unser Abflug von Buenos Aires wegen technischen Problemen verzoegerte. Aber wir nehmen diese Verspaetungen langsam mit einer gewissen Gelassenheit, wir haben ja sooooo viel Zeit :-)

Ushuaia zeigte sich bei unserer Ankunft nicht gerade von der besten Seite. Es regnete und war schweine kalt! Monica von unserem Hostal zahlte uns ein Taxi zu der Unterkunft. Sie zeigte uns auch gleich all die verschiedenen Touren auf, die wir in den naechsten Tagen so unternehmen koennten. Das alles natuerlich auf Spanisch oder so was aehnliches....Am Anfang waren wir uns wirklich nicht sicher ob das jetzt wirklich Spanisch ist. Wegen dem extremen Akzent verstanden wir so gut wie nichts. Vielleicht hatte es aber auch einfach mit der Muedigkeit zu tun. Nach einer erholsamen Nacht, mit frischer kuehler Luft und einem richtigen Daunen-Duvet (Chris hatte zu heiss) fuehlten wir uns fit genug um in den Nationalpark wandern zu gehen. Wir kauften also unser Picknick ein und fuhren mit einem Minibus an den Ausgangpunkt der Wanderung. Diese fuehrte uns 3 Stunden an einer Lagune entlang mit traumhaften Ausblicken zu den Schneebergen. Unser Picknick genossen wir dick eingepackt auf einem kleinen Felsvorsprung. Der Wind peitschte uns um die Ohren und wir waren sehr froh eine gute Ausruestung (Jacke) zu haben. Nach 9 Tagen in Buenos Aires, genossen wir es richtig wieder ein bisschen in der Natur zu sein. Unsere Wanderung fuehrte uns dann noch ein bisschen weiter an einem See entlang und um 17.30 Uhr ging es wieder zurueck mit dem Minibus. Dieser fuhr noch zum Ende der Ruta 3 welche von Buenos Aires nach Ushuaia fuehrt. Der Fahrer fragte uns ob wir von hier noch Fotos machen wollten, wir verneinten, er meinte dann aber, dass das "muy importante" waere und so stiegen wir aus und machten Fotos von der Landschaft. Es dauerte eine Weile bis wir realisierten, dass wir eigentlich ein Foto machen sollten vom Ende der Strasse und der dazugehoerigen Tafel :-)

Am naechsten Tag haben wir entschieden eine 5 stuendige Bootsfahr auf dem Beagle-Channel zu unternehmen um die Pinguin-Kolonien, die Kormorane und die Seeloewen zu sehen. Leider kann man dies nicht auf eigene Faust machen und man muss sich halt in so ein typischen Touristenboot zwaengen. Auf dem Deck waren natuerlich nur die "hartgesottenen", da der Wind einem eiskalt um die Nase blies... Wir waren natuerlich mit von der Partie. Nichts desto trotz haben uns die Landschaften und Tiere beeindruckt und fasziniert. Die Insel der Kormorane ist bedeckt mit unzaehligen Voegeln ihrer Art und der Geruch ist bestialisch unangenehm. Das Selbe gilt fuer die Inseln der Seeloewen und Pinguine... Uebrigens habt ihr gewusst, dass Seeloewen nicht zur Art der Robben gehoeren, sondern zur Art der Otter. Dies weil sie alle vier Flossen brauchen um sich fortzubewegen. Was man da nicht alles lernt auf so einer Reise ;-)

Am darauffolgenden Tag war das Wetter so schlecht, dass die umliegenden Berge, welche wirklich sehr nahe an der Stadt sind, nicht einmal sichtbar waren. Wir entschieden den Tag einfach zu brauchen um uns ueber unsere weitere Reise zu informieren und um unser Spanisch aufzubessern mit unseren Grammatikbuechern... Natuerlich mussten wir auch ein bisschen mit Monica auf Spanisch diskutieren. Sie verstand uns, wir aber sie fast nicht. Dieser südargentinische Akzent ist nicht ganz einfach zu verstehen und in der Geschwindigkeit die sie reden sowieso nicht. Uns erwarten bessere Zeiten in Chile, hoffen wir doch....

Unser letzter Tag in Ushuaia war angebrochen und wir unternahmen eine Wanderung zur Laguna Esmeralda. Dies ist ein Gletschersee rund 30 Minuten (mit dem Auto) von Ushuaia entfernt. Die Wanderung war nicht sonderlich anstrengend, doch sie fuehrte durch ein wunderschoenes Tal, durch Moor- und Mooslandschaften und Waelder. Nach rund 1.5 Stunden war der Aufstieg an die Lagune geschafft und wir konnten den wunderbaren Ausblick geniessen... Den letzten Tag in der suedlichsten Stadt der Welt wollten wir mit einem guten Nachtessen ausklingen lassen. Der Plan war eigentlich eine Seespinne essen zu gehen, doch dazu kam es leider nicht und wir landeten im Restaurant El Turco (wie schoen der Name doch ist!) und blieben bei einem ganz simplen Mahl.

Die Zeit in Ushuaia haben wir sehr genossen und wir sind nicht der Meinung, dass diese Stadt nur als rascher Durchreisepunkt dienen soll, wie es in vielen Reisefuehrern steht. Die Umgebung hat extrem viel zu bieten, die Stadt selbt ist nicht gerade eine Schoenheit aber auch nicht das haesslichste was wir bis jetzt gesehen haben. Die aermeren Gegenden der Stadt liegen an den Haengen und wenn man die kleinen Wellblaech- und Pressholzhaeuschen sieht, stimmen diese einem schon nachdenklich und man fragt sich wie sie den harten Winter in diesen Behausungen ueberstehen.

Am naechsten Morgen ging es um 05.30 Uhr mit dem Bus Richtung Puerto Natales/Chile. Hierzu mehr im naechsten Post...

Liebe Gruesse

Stephanie und Chris

Ushuaia


Parque Nacional Tierra del Fuego

Parque Nacional Tierra del Fuego

Parque Nacional Tierra del Fuego

Parque Nacional Tierra del Fuego

Die ach so beruehmte Tafel...

Ushuaia

Insel der Kormorane

Insel der Seeloewen

Insel der Pinguinkolonie

Laguna Esmeralda

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