Liebe Familie und Freunde
Nach unserem Trip durch die Uyuniwüste und unserem ganz kurzen Aufenthalt in Uyuni haben wir entschieden Richtung Potosí weiterzureisen. Um 09.30 Uhr fuhr unser Bus von Uyuni Richtung Potosí. Bevor es jedoch losging, kaufte Chris "die kleine Gwundernase" ein frittiertes und gefülltes Kartoffeltätschli bei einer Strassenverkäuferin. Für rund 50 Rappen konnte er dies erwerben und zu unserem erstaunen schmeckte es gut und wir wurden auch nicht krank davon. Nach dieser kleinen Stärkung stiegen wir also in den Bus, welcher voller Qualm war. Um die weniger angenehmen Düfte zu übertönen, wurden Räucherstäbchen angezündet...Wir lieben Räucherstäbchen!!! ;-) Nun ging die 5-stündige Fahrt los. Wir fuhren bergauf und bergab, durch kleine Dörfchen und an Flüssen vorbei wo Frauen Wäsche wuschen. Mit der Dauer der Fahrt füllte sich der Bus mehr und mehr mit lokalen Leuten und die Luft wurde dicker und dicker. Es roch sehr streng. Damit ihr es euch ein bisschen vorstellen könnt, es roch nach "Lama, Vicuña und 3 Wochen nicht duschen-Mix". Schliesslich kamen wir aber gut in Potosí an und wir nahmen ein Taxi um ein Hostal zu suchen. Nach einer Nacht in diesem Hostal wechselten wir unser Lager. Es war so kalt in diesem Hostal, dass unsere Schlafsäcke wie auch mehrere Wolldecken uns nicht warm genug geben konnten. Ok, man sollte vielleicht auch mehr als 5 Franken pro Person ausgeben um eine anständige Unterkunft zu bekommen.
Potosí liegt auf rund 4000 m.ü.M und gilt mit seinen knapp 170´000 Einwohner als die höchstgelegene Grossstadt der Welt. Im frühen 17. Jahrhundert galt Potosí als reichste und wichtigste Stadt Südamerikas, dies dank den grossen Silbervorkommen in den umliegenden Minen. Nach 1800 erschöpfte sich das Silber allmählich und stattdessen wurde Zinn abgebaut. Dies führte zu einem schleichenden Niedergang, der so gut wie das ganze Land erfasste. Doch noch heute schürfen Mineros unter menschenunwürdigen Sicherheits- und Umweltbedingungen nach Silber und Zinn. Nicht selten wird diese Arbeit auch von Kindern und Jungendlichen verrichtet. Auch der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt. So kommen viele Touristen nach Potosí um die Minen und die umliegenden Thermalquellen zu besuchen.
Wir besuchten die Minen nicht, weil wir es nicht für richtig empfanden mit einer geführten Tour die elendige Situation dieser Mineros zu bestaunen. Wir sehen jeden Tag auf der Strasse viel Elend, welches nicht spurlos an uns vorbei geht.
Wir genossen die vier Tag in Potosí sehr und nebst der Stadtbesichtigung besuchten wir auch die Casa Nacional de Moneda. Dieses Museum ist das grösste und vielleicht auch das bedeutendste von ganz Bolivien. Indem seit 1773 bestehenden Gebäude wurden früher Silber- und Goldmünzen gestanzt. Der Besuch war sehr interessant und hat uns einen schönen Nachmittag bereitet, obwohl Chris von einem bolivianischen Polizisten zurecht gewiesen wurde. Dies weil er Fotos machte ohne einen Eintritt für seine Kamera zu lösen...
Liebe Grüsse aus Bolivien und unsere nächste Station wird Sucre sein.
Chris & Stephanie
 |
| Die Strassenverkäuferin welche die tollen "Tätschli" machte |
 |
| Eine der Kirchen in Potosí |
 |
| Kathedrale von Potosí |
 |
| Nicht alle Häuser sind in einem 1A Zustand |
 |
| Der Hausberg von Potosí |
 |
| Am Fleischmarkt in Potosí. Der Geruch nahm einem den Hunger auf Fleisch |
 |
| Köpfe und Hörner in einem Plastikbehälter |
 |
| Im sch.... kalten Hostal |
 |
| Der 10 jährige Junge, der Tag für Tag Orangensaft presst. Kostet rund 70 Rappen! |
 |
| Salteñas zu verkaufen für einen Boliviano = 12 Rappen |
 |
| Kathedrale |
 |
| Der 1.45 Franken Haarschnitt. War bis jetzt der Beste den Chris in Südamerika bekommen hat |
 |
| Es war ein Herrensalon. Man beachte den Wandschmuck |
 |
| Das verbotene Foto von der Casa Moneda |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen