Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kolumbien / Bogotá 05.10.2011 - 09.10.2011

Liebe Familie & Freunde

Die ca. 320 Kilometer von Salento nach Bogotá waren ein Abenteuer und wollten einfach nicht enden. Um 07.20 Uhr nahmen wir einen kleinen Bus von Salento nach Armenia. Dort suchten wir die Busgesellschaft auf, die uns vom Hostalbesitzer empfohlen wurde, doch leider verpassten wir den Bus um einige Minuten. Da es aber noch genügend andere Gesellschaften gab, die auch nach Bogotá fuhren, sassen wir bereits 10 Minuten später in einem Bus und warteten auf die Abfahrt. Diese zögerte sich dann noch ein wenig hinaus, da die Busse in Kolumbien prinzipiell immer erst abfahren wenn genügend Tickets verkauft wurden. Um 09.00 Uhr gings also los. Uns wurde gesagt, dass die Fahrt ca. 7 Stunden dauert. Aus unserer Erfahrung kann man dazu ruhig nochmals 1-2 Stunden hinzufügen ;-). Wir stellten uns also auf einen längere Fahrt ein, hofften aber dennoch, dass es nicht ganz so lange dauern würde. Wir fuhren über eine Passstrasse vorbei an Bananen- und Kaffeeplantagen. Die Route wird von Unmengen von Lastwagen befahren und da die bergauf alle sehr langsam fuhren, riskierte unser Busschauffeur waghalsige Überholmanöver. Zum Glück nahmen die entgegenkommenden Fahrzeuge sehr viel Rücksicht, sonst wäre das wohl nicht so gut gekommen. Nach 9 Stunden (und nicht 7!!) kamen wir endlich in Bogotá an. Wir nahmen uns ein Taxi zum Hostal, welches sich in der Zona Rosa (dem neuen Stadtteil) befindet. Der Fahrpreis wird in Kolumbien an grösseren Flughäfen und Bussbahnhöfen immer vor der Fahrt an einem Schalter abgemacht. Für unsere Fahrt wurden CHF 5 verlangt, egal wie lange die Fahrt dauern würde. Leider kamen wir direkt in die Rush-Hour und der Verkehr kollabierte. Geschlagenen 1 1/2 Stunden verbrachten wir im Taxi und bekamen langsam Mitleid mit dem Chauffeur, der sich schon grauenhaft nervte. Als wir endlich ankamen, gaben wir ihm ein grosszügiges Trinkgeld...und er konnte wieder lächeln :-). Wir waren auch glücklich endlich angekommen zu sein - 320 Kilometer in 12 Stunden! Viva la Colombia!! ;-)

Am ersten Tag nach unserer Ankunft besuchten wir die Altstadt "La Candelaria" von Bogotá. Für eine 7 Millionen-Stadt ist diese ziemlich übersichtlich. Eigentlich wollten wir mit der TransMilenio ins Stadtzentrum fahren. Die TransMilenio ist ein Bussystem, welches ähnlich wie eine Metro funktioniert, also mit separaten Fahrspuren. Der Fahrplan dieses Systems ist jedoch so kompliziert, dass nicht einmal die täglichen Nutzer ihn verstehen. Wir fragten deshalb die Ticketverkäuferin welchen Bus wir ins Stadtzentrum nehmen müssen. Die Busse waren dann so voll gestopft, dass wir überhaupt keinen Platz fanden, also entschlossen wir uns ein Taxi zu nehmen. An anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir den richtigen weg in die Altstadt. Wir liefen den Gassen entlang und als es anfing zu regnen besuchten wir das Goldmuseum. Das Museum stellt grösstenteils präkolumbianische Fundstücke aus Gold aus. Es ist eines der schönsten Museen, welches wir in Südamerika besucht haben und definitiv war es das Richtige für einen verregneten Nachmittag. Anschliessend fuhren wir zurück ins Hostal  und dieses Mal klappte es auch mit der TransMilenio.

Am zweiten Tag besuchten wir die Salzkathedrale von Zipaquirá. Diese aus Salz gebaute Kirche, befindet sich im Innern einer Salzmine. Eine erste Salzkathedrale wurde im Jahr 1954 eröffnet, musste aber 1992 wegen Einsturzgefahr für die Öffentlichkeit wieder geschlossen werden. Seit 1995 können Besucher die neue Salzkathedrale mit einem Guide besuchen, was auch wir machten. Das ganze Bauwerk ist unheimlich beeindruckend und die Stimmung im Innern der Mine ist faszinierend. Die Kathedrale ist 120 Meter lang und erstreckt sich auf einer Fläche von 8'500 Quadratmeter. Dazu ist wirklich fast alles aus Salz. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt, denn so etwas haben wir noch nicht gesehen. Übrigens werden in der Mine immernoch täglich 500 Tonnen Salz abgebaut. Dies geschieht jedoch in der Nacht, denn tagsüber werden die Touristen in der Mine rumgeführt.

Die folgenden Tage verbrachten wir mehrheitlich im Quartier wo sich auch unser Hostal befand. Da hatte es viele Cafés, Bars und Restaurants und auch einige Einkaufszentren. Wir gingen auch wieder mal ins Kino und genossen einen speziellen Abend im bekannten Restaurant Astrid y Gaston (Starkoch von Südamerika). Ach ja, fast hätten wir es noch vergessen zu erwähnen - wir assen wieder einmal einen richtig guten Schweizer Appenzeller Käse. Diesen fanden wir in einem Käseladen im Quartier. Die 200 Gramm waren in Sekunden weg ;-).

Wir grüssen euch aus Cartagena an der Karibikküste und schicken euch ein paar heisse Sonnenstrahlen in die Schweiz.

Stephanie & Chris




So kommt man schnell den Berg hoch :-)

Hier werden am Strassenrand die Kaffeebohnen sortiert

Sortieren der Kaffeebohnen ist anscheinend Frauensache

Auf dem Weg in die Altstadt

Ein nicht sonderlich schöner Teil von Bogotá



Die Kathedrale von Bogotá und zugleich ein wunderschöner Platz

Gewitterfront im Vormarsch

Präsidentenpalast in Bogotá. Herr Santos haben wir nicht angetroffen


Schöne Bauten im historischen Stadtteil

La Candelaria


La Candelaria

Chris gefallen die alten Strassen der Candelaria


Kirche in la Candelaria

Das Goldmuseum von Bogotá

Etwas grosse Halskette, aber wunderschön

Nasen- und Ohrenringe




Zona Rosa, das Ausgehviertel

Nach 8 Monaten wiedereinmal ein herzhafter Biss in einen schmackhaften Käse

Die Salzkathedrale. Hier sieht man die beleuchtete Decke mit den Salzstrukturen

Krippenspiel aus Salz

Das grösste unterirdische Kreuz von Südamerika. 16 Meter hoch

Wasserfall aus verkrustetem Salz

Überall hat es in Salzstein gefräste Kreuze

Das Städtchen Zipaquirá

Die Kirche von Zipaquirá

Stephanie geniesst einen guten Drink

Stephanies Vorspeise im Astrid & Gaston.

Chris genoss die Ceviche-Trilogie

Tolles Jarrette de Ternera

Wir hatten den richtigen Platz. Gleich beim Weingestell


Zona Rosa

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