Sonntag, 9. Oktober 2011

Kolumbien / Salento 01.10.2011 - 04.10.2011

Liebe Familie und Freunde

Nach unserem 5-tägigen Aufenthalt in Medellín haben wir uns entschieden das kleine Städtchen Salento zu besuchen. Dieses liegt etwa 6 Stunden per Bus südlich von Medellín. Nach unserem letzten Früchstück im Hostal nahmen wir ein Taxi, welches uns quer durch die ganze Stadt fuhr um ans Bus Terminal Sur zu bringen. Nach einer Stunde Wartezeit fuhr unser Bus auch schon los. Die Fahrt fürte durch eine sehr grüne und hüglige Landschaft. Nach rund 3 Stunden wurden wir von der Polizei angehalten und alle mussten mir ihrem Handgepäck und Handy aussteigen sowie ihren Ausweis abgeben. Das Gepäck wurde durchsucht und die Männer wurden abgetastet. Nachdem die Polizei nach 40 Minuten alle Identitäten überprüft hatten, konnte die Fahrt wieder weitergehen. Nach weiteren 3 Stunden liess und der Buschauffeur auf der 6-spurigen Autostrasse aussteigen, damit wir auf der anderen Seite einen Verbindungsbus nach Salento nehmen konnten. Na toll, jetzt hiess es einfach obervorsichtig die Strasse überqueren! Auf der anderen Seite angekommen warteten wir keine 15 Minuten bis ein kleiner Bus kam, welcher uns nach Salento fuhr. Der Bus war so klein, dass wir mit unseren Rucksäcken alles verstopften, doch die Leute nehmen dies hier alles sehr gelassen und man wird dabei noch angelächelt und alle haben Verständnis. Nach einer kurzen Busfahrt kamen wir auf dem Dorfplatz von Salento an und siehe da, vom ruhigen kleinen Städtchen war gar nichts zu spüren. Es war ein riesen Fest im gange da ein neuer Bürgermeister gewählt wurde. Im Hostal angekommen, wurden wir sehr freundlich von den Besitzern empfangen und diese teilten uns mit, dass es dieses Wochende ziemlich laut werden würde. Nach einem kleinen Znacht vielen wir trotz des Lärmes in einen tiefen Schlaf.

Nach einer Kappe voll Schlaf genossen wir zum Frühstück die zubereiteten Arepas (Maisfladen) mit Käse, Butter und Konfitüre. Da wir schon in der Kaffeeregion sind, suchten wir gleich eine kleine Kaffeebar auf. Wir wurden im "Café Jésus Martin" fündig und genossen ihren organisch angebauten Kaffee. Nach dem Koffeinschub liefen wir auf den Mirador von Salento. Von dort aus hatte man einen wunderbaren Ausblick auf das ganze Valle de Cocora. Kaum oben angekommen, zog ein riesen Gewitter auf, so dass wir zurück ins Hostal liefen. Wir machten es uns auf der Hostalterrasse gemütlich und verbrachten den vergeneten Tag mit lesen. Chris liest sein erstes richtiges spanisches Buch von Carlos Ruiz Zafón, "El príncipe de la niebla". Ok, der Dix muss noch mithelfen aber es geht gar nicht so schlecht.

Am nächsten Tag ging es schon früh los. Wir standen um 06.30 Uhr auf um eine Stunde später einen Jeep zu nehmen der uns ins Valle de Cocora fuhr. Die Fahrt dauerte rund 30 Minuten und zeitweise waren wir zu zwölft in diesem kleinen Jeep. Dies bedingte auch, dass rund 4 Personen ausserhalb auf der Stossstange stehen mussten. Am Parkeingang machten wir uns auf den Weg in den super bequemen Gummistiefeln, welche uns das Hostal ausgeliehen hatte. Wir waren jedoch froh diese anzuhaben, da der Weg extrem matschig war. Nach der ersten Stunde Marsch führte uns ein Abstecher zu einem kleinen Wasserfall, welcher nur dank der Gummistiefel sichtbar war. Wir liefen dem Fluss entlang und überquerten unzählige Hängebrücken die ihrem Namen wirklich gerecht wurden. Die hiengen wirklich durch und es war eine ziemlich schauklige Angelegenheit. Der Weg führte uns zu einer kleinen Farm, wo wir eine heisse Schokolade mit Käse genossen. Eine etwas seltsame Mischung! Dort konnte man viele Kolibris beobachten und sich von den Strapazen erholen. Ein etwa 12 Jähriger Junge der seinem Cousin auf der Farm half, kam zu Chris (als Stephanie gerade nicht da war) und sagte ihm, dass er Stephanie wirklich ganz hübsch fände und sie ihm sehr gut gefallen würde. Als kleine Erinnerung machten wir ein Foto. Er ergriff diese Möglichkeit und schmiegte sich eng an Stephanie's Schulter :-). Nach der kleinen Stärkung ging es wieder zurück bis zu einer Abzweigung wo es anschliessend Steil bergauf ging. Unterwegs ist uns ein Hund gefolgt der für den Rest der Wanderung unser Wegbegleiter wurde. Auf dem Rückweg zum Parkeingang kamen wir an den bekannten Wachspalmen vorbei die bis zu 60 Meter aus dem Boden ragen. Als wir eine Kuhweide überquerten, jagte der Hund die Kühe und wir mussten wirklich schauen, dass wir von diesen nicht überrant wurden. Also, Hund jagt Kühe, Kühe jagen uns, ein riesen Durcheinander! Nach rund 5 Stunden in den Gummistiefeln ging es per Jeep zurück nach Salento.

Das Wetter spielte am dritten und zugleich letzten Tag wirklich nicht mit. Es regnete den ganzen Tag in strömen. So mussten wir die Wanderung zu den Kaffeefincas leider streichen. Stattdessen organisierten wir Hostals in Bogotá und Cartagena. Enrique der Hostalbesitzer war uns dabei behilflich und schlug immer gute Rabatte für uns raus. Auch organisierte er uns die Flüge von Bogotá nach Cartagena. Wir verbrachten viel Zeit in Café Jésus Martin und genossen unsere Lektüre.


Liebe Grüsse aus Bogotá

Stephanie & Chris 





Warten auf den Bus nach Salento

Glücklich, dass wir die 6 spurige Autobahn heil überqueren konnten

Auf der Fahrt nach Salento zieht ein grobes Gewitter auf


Das schöne Hostal in Salento


Kaffeetal

Hier wird guter Kaffee gebraut


Unsere lieblings Cafeteria


Toller Espresso aus eigener Kaffeeplantage

Kleiner Supermarkt in Salento

Die schönen Häuser von Salento

Beschauliches Dorfleben


Hauptgasse von Salento




Darunter verbirgt sich eine toll zubereitete Forelle

Von Salento aus sieht man ins Valle de Cocora




Kirche von Salento

Ja, in diesem Jeep waren wir zu zwölft!

Chris steht hinten auf der Stossstange und macht ein Foto von Stephanie

Die berühmten Palmen im Valle de Cocora

Um unsere Gummistiefel waren wir ziemlich froh

Die tolle Hügellandschaft auf unserer Wanderung


Ja nicht das Gleichgewicht verlieren


Ziemlich schauklige Angelegenheit

Auf der Wanderung kommen wir an eine Farm wo man gut Colibris beobachten kann

Stephanie geniesst eine heisse Schokolade und ein Stück Käse. Komische Mischung!

Stephanie und ihr kleiner Verehrer

Unser Wegbegleiter den wir nicht mehr los wurden

Palmenlandschaft. Werden bis zu 60 Meter hoch



Geniessen die schöne Aussicht


Nach der Wanderungen gönnen wir uns einen frischen Fruchtsaft

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen