Sonntag, 18. September 2011

Ecuador / Cuenca 10.09.2011 - 13.09.2011

Um 07.15 Uhr nahmen wir ein Tuk-Tuk-Taxi zur Busstation. Da wir kein Frühstück hatten, kauften wir in einer kleinen Panaderia noch Medialunas (Gipfeli) und eine Zimtschnecke. Die Zimtschnecke war so grauenvoll, dass wir diese einem Hund zum essen gaben. Doch dieser beschnupperte sie nur und liess auf der Strasse liegen und empfernte sich mit gesenktem Kopf J. Sie war wirklich nicht geniessbar... Um 08.00 Uhr ging unsere vier stündige Fahrt Richtung Guayaquil los. Die Fahrt wurde wieder einmal von unendlich vielen Strassenhändlern begleitet und somit war für die Unterhaltung auch wieder gesorgt. In Guayaquil angekommen mussten wir nach einem Bus Ausschau halten der uns direkt nach Cuenca bringen sollte. Das mit den Direktverbindungen ist so eine Sache... Um den Bus über die ganze Fahrt optimal auszulasten, wird an jeder Ecke angehalten und Leute steigen ein oder aus. So verlängert sich die Fahrt um einige Minuten oder sogar Stunden. Die Fahrt führte uns durch den Nationalpark Cajas, der zwar im Nebel lag aber dennoch wunderschön aussah und uns ein bisschen an die Schweiz erinnerte. Nach 4 weiteren Stunden im Bus kamen wir in der Stadt Cuenca an und nahmen ein Taxi zum Hostal La Cigale. Stephanie hat da wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen und wir hatten für 23 Dollar pro Nacht ein super tolles Zimmer mitten in der Altstadt von Cuenca. Den ersten Abend in der Stadt verbrachten wir ziemlich unspektakulär, da uns der Kopf von der Höhe (2600 Meter) wieder einmal brummte, gingen wir sehr früh ins Bett.

Den ersten Tag in Cuenca verbrachten wir mit Sightseeing. Die Stadt gefiel uns sehr gut und es gab viele alte Kolonialbauten zu bestaunen und kleine Gassen zu erkunden. Als wir nach unserer ersten Runde in der Stadt am Abend im Hostal ankamen, wollten wir von der Happy-Hour gebrauch machen. So bestellte Chris zwei Cuba Libre und der Bar-Mann erklärte ihm, dass die Getränke zur Tarnung in Teetassen serviert werden, da am Sonntag eigentlich kein Alkohol ausgeschenkt werden darf! Was nicht passt wir halt passend gemacht ;-). Am Abend genossen wir im Restaurant la Esquina ein wunderbares Pfändli mit 600 Gramm argentinischem Rindfleisch. Es war einfach herrlich aber viel zu viel.
Den zweiten Tag machten wir uns auf die Suche nach der bekannten Werkstatt des Hutmachers Alberto Pulla. Nach kurzer Zeit wurde wir fündig und wir konnten die wunderschönen und bekannten Panamahüte bestauen die in seiner Werkstatt aus reiner Handarbeit entstehen. Alberto Pulla ist sogar so bekannt, dass Hollywood-Sternchen bei ihm einkaufen gehen. Nach unserer kleinen Besichtigung in der Werkstatt machten wir uns auf die Suche nach neuen Jeans für Chris, da seine langsam aber sicher zu löchrig waren und man selbst in Südamerika so nicht mehr rumlaufen kann ;-). Nach langer Suche gaben wir auf und beschlossen am nächsten Tag in ein grossen Einkaufszentrum zu fahren. Den Abend verbrachten wir gemütlich im Hostal.
Selbst im Einkaufzentrum sind keine Jeans zu finden und wir hätten nicht gedacht, dass Jeans kaufen so ein schwieriges uns mühsames unterfangen sein kann. Chris wollte aufgeben und mit seinen löchrigen Jeans weiter durch Ecuador ziehen doch Stephanie blieb hartnäckig und schleppte Chris in unzählig viele kleine Geschäfte. Und siehe da, heute trägt Chris eine neue Jeans und ist ganz glücklich darüber ;-). Nach unserem Einkaufsbummel gingen wir ins wichtigste Museum von Cuenca, dem Museo del Banco Nacional. Nach rund 30 Minuten im Museum fielen uns regelrecht die Augen zu. Die Ausstellungen sind total veraltet und lieblos hergerichtet. So wurde dies zum kürzesten Museumsbesuch in Südamerika... Um Cuenca richtig zu verabschieden gingen wir am Abend in eine Micro-Brewery und kosteten das hausgemachte Bier. Das kleinste Glas war 5dl gross, das mittlere 7.5dl und das grosse 1.3l! Da könnten die Münchner noch was lernen ;-) Prooost... Nach dem kleinen Bierchen gingen wir ins Restaurant Totus wo uns der Chefkoch ein Lomo-Fino an Rahmsauce und Tomaten empfahl. Dem Chefkoch sollte man ja nie wiedersprechen, so vertrauten wir seiner Empfehlung und wir konnten wirklich ein hervorragendes Abendessen geniessen.

Unser nächste Ziel liegt ein bisschen weiter nördlich und heisst Baños. Hierzu mehr im nächsten Blog.

Liebe Grüsse
Stephanie & Chris

Auf dem Weg in Richtung Cuenca



Unser Zimmer für 23 US-Dollar

Direkt beim Hostal

Kleine Kirche beim Hostal um die Ecke



ALT und NEU kombiniert...

Die Kathedrale von Cuenca

Die alte Kathedrale von Cuenca ist heute ein Museum



Kathedrale

Eines der vielen schönen Gebäude

Buttercreme und Zucker-Äpfel nach dem Kirchenbesuch

Die Kathedrale

Clinica Bolivia


Hier sind die Häuser nicht mehr so schön hergerichtet. Hat aber trotzdem viel Charme



Der bekannte Blumenmarkt von Cuenca


Die Werkstatt von Alberto Pella


Mitarbeiter in der Werkstatt von Alberto Pella


Hier werden die Hüte gewaschen und dann weiterverarbeitet

Ein Museum zum einschlafen...

Das geht ja gar nicht! Wie du wieder aussiehst, mit Löchern in der Hose lalalalala....


Eines der Spitäler in Cuenca




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