Liebe Familie und Freunde
Nach dem letzten Frühstück an der frischen Bergluft packten wir unsere sieben Sachen, um Richtung Quito zu fahren. Wir teilten uns ein Taxi mit zwei Deutschen, um nach Machachi zu gelangen. Von dort aus nahmen wir einen wirklich uralten Bus nach Quito. Die Fahrt dauerte rund eine Stunde und kostete 1.50 USD für uns beide. Wir kamen nicht an der gewünschten, offiziellen Busstation an und somit mussten wir ein Taxi zu unserem Hostal nehmen. Das Hostal war so ein richtiger Backpackerschuppen... Naja, zum Glück verbrachten wir nur vier Nächte dort. Am Nachmittag erkundeten wir ein bisschen die Altstadt und am Abend genossen wir ein Nachtessen auf der doch sehr tollen Hostalterasse mit Blick auf die ganze Altstadt. Dank einer lustigen Unterhaltung mit zwei Südafrikaner verging der Abend wie im Fluge.
Am nächsten Tag hiess es für uns als erstes die Flüge nach Kolumbien zu organisieren. Aber bevor wir die Fluggesellschaft TACA aufsuchen konnten, mussten wir in einem Internetshop den Gutschein, welcher uns David überlassen hatte, modifizieren. So wurde der Gutschein mit Tipex abgeändert, die Unterschrift gefälscht und zwei drei Mal kopiert, damit er ein bisschen gebraucht aussah. Es handelt sich doch um einen Gutschein in der Höhe von 180 USD. Also, da muss man schon alles Mögliche unternehmen, um diesen einlösen zu können :-). Nach unserer kleinen Fälschungsaktion fuhren wir in den neuen Stadtteil Mariscal um dort die Filiale von TACA auszusuchen. Als wir ankamen, waren nur zwei Personen vor uns an den Schaltern und wir dachten schon, dass wir die Sache schnell erledigen könnten. Falsch gedacht, wir warteten 2 Stunden bis wir an der Reihe waren und die Filiale füllte sich mit immer mehr Leuten. Endlich waren wir an der Reihe, doch wir erwischten die Auszubildende und alles war zum Haareraufen... Der modifizierte Gutschein stellte sich als kleines Problem dar, da sie die Orginalpapiere sehen wollte sowie die Originalunterschrift von David. Da aber immer mehr Leute warteten, stieg der Druck auf die Angestellte und sie winkte unseren Gutschein durch. Uff, Glück gehabt ;-). Nach dieser 2.5 stündigen Prozedur um zwei Flugtickets zu kaufen, steuerten wir ins nächste Café und tranken voller Genuss einen Cappuccino und assen einen hervorragenden Schoggi-Gipfel. Die Rechnung war ein bisschen hoch, doch kein Wunder wir bemerkten erst jetzt, dass wir im Sheraton-Hotel sassen!!! Nach unsere kleinen Stärkung gingen wir in ein niegelnagelneu eröffnetes Shopping-Center. Dort kaufte Chris Stephanie zwei schöne Blusen. Nach 8 Monaten T-Shirt tragen, war es höchste Zeit für Stephanie wieder einmal zu shoppen... Recht so. Den Nachmittag verbrachten wir nochmals in der Altstadt und am Abend besuchten wir einen argentinisches Restaurant und genossen das hervorragende Fleisch und die tolle Flasche Wein dazu.
Am dritten Tag klingelte der Wecker um 05.45 Uhr, da wir an diesem Tag den Tier-, Kleider- und Lebensmittelmarkt von Otavalo besuchen gingen. Um 06.30 Uhr fuhren wir vom Hostal ab, um nach 2 Stunden Fahrt am Tiermarkt von Otavalo anzukommen. Der Tiermarkt war einfach super spannend: Hier wechselten Schweine, Schafe, Hühner, Kühe, Cuys, Lamas, Hunde, Enten... den Besitzer. Ein gut erhaltenes Schwein kostete so zwischen 70-110 USD und ein Kücken gerade mal 1 USD. Neben dem Tiermarkt befanden sich kleine Verpflegunsstände wo Spanferkel angeboten und Innereien in grossen Töpfen zubereitet wurden. Wir fühlten uns ein bisschen in die Zeit von Bolivien zurückversetzt. Nach dem Besuch des Tiermarktes machten wir uns auf den Weg zum normalen Markt von Otavalo. Dieser Markt ist einfach riesig und jeder zweite Stand bietet das Gleiche an. Uns gefielen die Gemüse-, Fleisch- und Essensstände einfach am besten. Hier ist immer was neues zu entdecken und die gewöhnungsbedürftige Gerüche steigen einem in die Nase. Ok, auf gewisse könnte man wirklich verzichten... Ca. um 12.00 Uhr assen wir in einem Restaurant in Cotacachi zu mittag. Nach der kleinen Stärkung machten wir uns auf den Weg zu einem Wasserfall. Na ja, wir glauben, wir haben eine Überdosis an Wasserfällen.... Auf der Rückfahrt stoppten wir noch um Biscochos zu kaufen... eine Spezialität der Gegend. Es handel sich dabei um ein salziges Gebäck, dass man zusammen mit Manjar de Leche (Caramelaufstrich) isst... Ein Stück reichte völlig aus! Wir probierten auch noch einen kleinen Käse, der ebenfalls mit Manjar de Leche gegessen wird... sehr speziell! Als wir zurück im Hostal waren, organisierten wir unsere Unterkunft in Medellin/Kolumbien. Auf dem Hostalbalkon erfuhren wir von Maud (eine Person die wir kennengelernt haben), dass all ihre Wertsachen (Pass, Telefon und Kreditkarten) aus dem Safe gestohlen wurden. Dies passiert einfach zu oft in diesen riesigen Backpacker-Hostals. Dies ist mitunter ein Grund warum wir nicht gerne dort hingehen. Reisende beklauen andere Reisende... Am Abend gingen wir zum Chifa (Chinese) für 10 USD essen.
Der letzte Tag in Quito starteten wir mit einem Brunch im Sheraton-Hotel. Es ist vielleicht nicht so Backpacker like aber es war einfach mal an der Zeit, nach 8 Monaten einen tollen Brunch zu sich zu nehmen. Die Auswahl war einfach gigantisch. Sie reichte von frischen Früchten bis zu Crevetten an Knoblauchsauce. Nach zwei Stunden hatten wir genug gegessen und wir nahmen ein Taxi zum Busbahnhof Ofelia. Von dort aus nahmen wir ein Bus für rund 1 USD zur Midad del Mundo. Dort besuchten wir ein sehr interessantes Museum (Inti-Ñan) und machten einige Versuche mit der Schwerkraft. Es ist wirklich unmöglich mit geschlossenen Augen auf einer geraden Linie zu gehen. Die Schwerkräfte zieht einem nach links und rechts und man kann nichts dagegen unternehmen. Wir besuchten auch das bekannte Monument, welches an der falsch bemessenen Stelle steht. 1855 haben Franzosen die Midad de Mundo bemessen und sie täuschten sich dabei um 240 Meter. Dank GPS-Technologie ist dies heute ganz einfach nachzuweisen. Da das Monument wirklich nichts besonderes ist, entschieden wir den Park nach 10 Minuten wieder zu verlassen. Den Nachmittag genossen wir auf der Hostalterrasse und wir verbrachten einen lustigen Abend mit einer Spanierin und einer Schweizerin. Das Spanisch-Spanisch ist dermassen viel schneller gesprochen als das Spanisch in Südamerika, dass wir unsere Ohren ziemlich spitzen mussten. Nach einer gewissen Zeit hatten wir uns aber daran gewöhnt.
So, wir sind jetzt in Medellin/Kolumbien und geniessen die Warmherzigkeit der Kolumbianer.
Liebe Grüsse
Stephanie & Chris
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| Der neue Stadtteil Mariscal |
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| Mariscal |
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| Wir sind froh, dass man keine Waffen im Taxi tragen darf. Wenigstens ein sicherer Ort ;-) |
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| Hübsches Plätzchen gleich bei unserem Hostal um die Ecke |
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| Wir genossen jeweils den Ausblick aus dem riesigen Panoramafenster ;-) |
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| Die Strasse in der sich unser Hostal befand. Nachts sollte man hier nicht alleine rumlaufen! |
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| Die Altstadt |
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| Schöne Innenhöfe schmücken die Stadt |
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| Unser lieblings Café in der Altstadt |
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| Plaza Grande |
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| Die Kathedrale von Quito |
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| Plaza Grande |
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| Ausstellung auf einem der vielen Plätze in der Altstadt |
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| Tiermarkt in Otavalo |
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| Hier werden die lebenden Hühner in den Sack gesteckt |
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| Plauderei, mit einem Truthahn unter dem Arm |
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| Hier werden die lebenden Hühner an einen neuen Besitzer gebracht |
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| Schweinemarkt |
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| Lamas stehen zum Verkauf |
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| Eine neue Kuh wird gesucht |
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| Gebruzel an den gut besuchten Essensständen |
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| Altstadt von Quito |
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| Feines Spanferkel |
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| Kuhtransport |
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| Sie ist stolz auf ihre neue Errungenschaft |
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| Ein Kücken kostet 1 USD |
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| Nicht gerade Tiergerecht |
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| Nun, welches ist das schwarze Schaf? |
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| Enten zu verkaufen |
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| Kleidermarkt Otavalo |
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| Gemüse- und Fleischmarkt Otavalo |
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| Abgehangenes Fleisch an der frischen Stadtluft |
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| Hühnchenmarkt |
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| Die geliebte Buttercreme |
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| ...und die geliebten Gelees |
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| Mitad del Mundo |
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| Aussicht von der Hostalterrasse aus |
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| Schöne Abendstimmung über der Altstadt von Quito |
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