Freitag, 9. September 2011

Ecuador / Puerto Lopez 07.09.2011 - 09.09.2011

Liebe Familie und Freunde

Nach zwei Wochen auf den Galápagos-Inseln nahmen wir um 07.00 Uhr ein Taxi, das uns ans Bus-Terminal von Puerto Ayora fuhr. Nach einer Fahrt von rund 45 Minuten kamen wir am Kanal an, wo wir auf ein kleines Boot umstiegen. Dieses fuhr uns auf die kleine Insel Baltra wo sich auch der Flughafen befindet. Die Maschine hob mit einer kleinen Verspätung um 11.00 Uhr Richtung Guayaquil ab. Um ca. 14.00 Uhr landeten wir wieder sicher auf dem Festland von Ecuador. Leider konnten wir im Flugzeug den angefangen Film (Black Swan) vom Hinflug nicht fertigschauen, da das Unterhaltungsprogramm nicht mehr das Gleiche war. Na ja, alle guten Dinge sind Drei ;-). Vom Flughafen aus nahmen wir ein Taxi ans Busterminal wo wir unsere Weiterfahrt nach Puerto Lopez organisierten. Kurz vor der Abfahrt nahmen wir noch eine kleine Stärkung zu uns um die 4-stündige Busfahrt nicht mit knurrendem Magen abzusitzen. Ein US-Amerikaner gesellte sich hierbei zu uns und redete wie wild auf uns ein. Er redete immer mit vollem Mund in einem sehr breiten US-Englisch, uns viel es sichtlich schwer der Unterhaltung zu folgen. Wir waren sehr froh als wir die Unterhaltung unterbrechen konnten, um auf den Bus zu stürmen. Im Bus waren wir die einzigen Touristen und da dieser vor der Abfahrt an der Sonne stand, war die Hitze im Innern kaum auszuhalten. Die Einheimischen beklagten sich lautstark beim Buschauffeur, dieser erwiedert dies jedoch nicht einmal mit einem müden Lächeln. Seit langer Zeit haben wir wieder einmal eine halsbrecherische Fahrt hinter uns gebracht. Der Fahrer kannte das Wort "bremsen" einfach nicht und Michael Schumacher hätte die Kurven nicht besser schneiden können. Der Unterschied ist einfach, dass auf der Rennstrecke kein Gegenverkehr herrscht!!! In einem solchen Moment muss man einfach die WAS-WÄRE-WENN-FRAGEN aussenvor lassen... und aufs Beste hoffen :-) Was die Busfahrt noch prikelnder machte, ist das der Bus nicht wirklich in einem guten Zustand war. Ok, wir haben auch nur 4 US-Dollar pro Person bezahlt... Vielleicht sollten wir uns das nächste Mal den Bus etwas genauer anschauen :-) Im Bus herrschte auch ein reges Treiben an Händlern die ein- und ausstiegen um ihre Ware an den Mann zu bringen. Es wurden warme Maiskolben, Kokoswasser, Empanadas, Erdnüsse, Bonbons, Getränke etc... angeboten, es fehlte nur noch der Schuhverkäufer... Dieses Treiben wurde noch mit Live-Musik unterstrichen die natrürlich durch milde Gaben der Passagiere finanziert wurde. Nach vier Stunden brütender Hitze im Bus kamen wir in Puerto Lopez an. Kaum stiegen wir aus wurden wir von etlichen Tuk-Tuk-Taxifahrern belagert. Nach dem Zufallsverfahren erhielt einer der Zuschlag. Er fuhr uns ins Hostal Mandála wo wir eine kleine Cabaña im Voraus reserviert haben. Auf der Fahrt zum Hostal verkaufte uns der Tuk-Tuk-Fahrer auch gleich noch eine Bootsfahrt um die Buckelwale am nächsten Tag aufzusuchen. Für diese sind wir eigentlich auch extra nach Puerto Lopez gefahren, da im Moment Paarungszeit ist und die Chance sehr gut steht einige von ihnen zu sehen. Und wenn man Glück hat sieht man sie auch aus dem Wasser springen... Im Hostal angekommen bezogen wir unsere kleine Cabaña, welche von einem schönen Garten umgeben ist und sich direkt am Meer befindet. Das Hostal wird von einer sympathischen Schweizerin und einem netten Italiener geführt. Bevor wir todmüde ins Bett fielen, genossen wir die im Hostal-Restaurant angebotene italienische Küche.

Am nächsten Morgen genossen wir noch ein tolles Frühstück mit Meeresblick bevor wir auf die Bootstour gingen um die Wale aufzuspüren. Der Tuk-Tuk-Fahrer vom Vorabend holte uns wie versprochen beim Hostal ab und führte uns zum Boot. Wir hatten ziemlich Glück, da wir nicht lange auf die Suche gehen mussten bis wir die ersten Buckelwale sahen. Das Glück war definitiv auf unserer Seite und die Buckelwale schossen regelrecht aus dem Wasser um beim Aufprall aufs Wasser eine kleine Flutwelle auszulösen. Wir genossen dieses Schauspiel und waren hinundweg dies live miterleben zu können. Nach der zweistündigen Bootstour genossen wir im Hostal ein ecuadorianisches Ceviche (roher Fisch, der durch die Zitronensäure gekocht wird) und verbrachten den Nachmittag hauptsächlich mit dem Spanischstudium... Da das Restaurant des Hostals so gut und preisgünstig ist, blieben wir am Abend auch zum Nachtessen an diesem wunderschönen Ort. Den letzten Tag in Puerto Lopez verbrachten wir damit unsere Weiterreise nach Cuenca zu organisieren und den Strand zu geniessen.

Puerto Lopez hat rund 14'000 Einwohner und die Fischerei ist die Haupteinnahmequelle des Städtchens. Rund 75% der Arbeitstätigen verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Fischerei und 24% arbeiten für den Tourismus und den Nationalpark. Viel mehr kann man zu Puerto Lopez nicht wirklich sagen...

Liebe Grüsse aus Ecuador


Stephanie & Chris

Stephanie im Tuk-Tuk

Der Fischmarkt von Puerto Lopez

Blaufusstölpel


Beeindruckend wie die Kolosse aus dem Wasser springen




Der erste Wal ist schon wieder im Wasser gelandet als der zweite im Hintergrund noch hochspringt


Sichtlich zufrieden mit der Ausbeute des Tages

Nach drei Wochen Sonnen sieht man kaum einen Unterschied zwischen Chris und Stephanie ;-)

Das etwas andere ecuadorianische Ceviche

Stephanie geniesst die Mahlzeit mit Blick aufs Meer
Ausblick vom Hostal-Restaurant aus


Der riesige Garten des Hostals


Unsere Cabaña

Stephanie posiert mit den friedlichen Riesen des Hostals (Deutsche-Doggen)

Unser Zimmer

Das nicht wirklich attraktive Puerto Lopez

Puerto Lopez

Puerto Lopez

Der Strand vor dem Hostal. Nur das Wetter spielt nicht mit...

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